Donnerstag, 6. Februar 2014

Bäng!!!!!!

Mit einem lauten Knall entlud sich gestern eine riesige Menge negativer Energie, die sich auf beiden Seiten aufgestaut hatte. Mein "Chef" glänzte einmal mehr in seiner absoluten Inkompetenz, indem er sich gehen ließ und mich ANBRÜLLTE. Erstaunlicherweise, je mehr er sich aufregte, (und das merkt man an seinem hochroten Kopf und der Art wie er dann stammelt) desto ruhiger wurde ich, obwohl ich innerlich vorher vor Wut auch gezittert hatte. Ich durfte mir dann noch mehr zur Geringschätzung meiner Person und meiner Arbeit anhören. Auf meinen Hinweis, was das alles eigentlich mit dem jetzigen Konflikt zu tun hätte, kriegte ich die Antwort, dass er nun mal gerne "sammelt".
Dazu sollte noch erwähnt werden, dass nachdem ich vor einigen Tagen von meinem Kollegen gehört habe, dass mein "Chef" sich fragt, was ich "eigentlich den ganzen Tag mache", und ich das erst mal verdauen musste, da konnte mich dann gestern auch nicht mehr wirklich schocken, dass er der Meinung ist, ich "arbeite gegen seine Frau", die seit Anfang Januar dort anfängt, meinen bisherigen Job zu machen.
Das war ja auch so eine Sache. Ich weiß gar nicht ob ich es geschrieben hatte, dass ein neuer Arbeitsbereich auf die Art und Weise an mich herangetragen wurde, dass "Chef" nach einem "Mitarbeiter-Gespräch" einfach verkündete: "Ab Januar wird meine Frau den Bereich BLA und BLA übernehmen, und Sie (also ich) sind dann mehr für Bereich BLA und BLA zuständig. Diese Kröte hatte ich noch geschluckt. Dachte ich zumindest. Gestern kam sie mir dann wieder hoch. Mich wundert allerdings wirklich, wie ruhig ich blieb, und wie klar ich meinen Standpunkt trotz des inneren Orkans verteidigte. Irgendwann kam mir in der Diskussion mein Kollege zur Seite, der sonst immer auf der Seite des Chefs gestanden hatte. Im Laufe der Diskussion wurde der "Chef" immer kleinlauter, bis er sich am Ende für sein Gebrüll mir gegenüber entschuldigte. Schon erstaunlich, aber egal. Es ändert nichts mehr. Da ist eine Grenze überschritten worden, die ich nicht tolerieren werde.
Heute auf der Arbeit wird es ein Gespräch zu viert geben, bei dem eine Einigung herbeigeführt werden soll. Nachdem ich seit gestern Abend darüber nachdenke, ist mein Entschluss klar wie ein Kristall. Nachdem ich ihm schon gestern vorgeschlagen hatte, mich doch zu kündigen, wenn er doch mit meiner Arbeit und meiner Person so unzufrieden sei, und er daraufhin überrascht meinte, darüber sollte er wirklich einmal nachdenken, werde ich heute mit Nachdruck noch einmal darauf hinweisen.
Die Abhängigkeit, in der man sich meint zu befinden, ist in Wirklichkeit doch nichts weiter als eine Mischung aus mangelndem Selbstwertgefühl und einer Art von kindlichen Gefühlen, von denen man sich endlich befreien sollte. Ich meine jetzt in meinem Fall. Die Situation, in der ich mich befinde, habe ich mir selbst erschaffen, und ich kann mich selbst aus ihr befreien! Das habe ich jetzt verstanden.
Wenn er also meinen Vorschlag, mich zu kündigen, nicht akzeptiert, werde ich ihn um ein Zwischenzeugnis bitten, damit dann auch allen ganz klar ist, dass ich auf keinen Fall bleiben werde. Ich werde weiter nach einem anderen Job suchen, und er kann nichts dagegen tun. Da ist es doch im Grunde für alle Beteiligten besser, wenn er mich sofort kündigt. Aber naja. Ich kann diese Entscheidung nicht erzwingen, es kommt dann so wie es kommt.

Und am Ende sage ich, "Ich bin dann mal weg".

Kommentare:

  1. Ich wünschte, ich könnte wärend eine Auseinandersetzung so ruhig bleiben wie Du. Respekt!

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  2. Zeig dem dämlichen, männlichen Schnösel, wo der Hammer hängt!!! Vielleicht musst du dich noch anbrüllen lassen. Geht ja mal gar nicht.

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  3. Mehr als kündigen kann er eh nicht.
    Lass Dich nicht unterkriegen und vor allem lass Dir nicht alles gefallen.
    Wie sagt man so schön ... Hochmut kommt vor dem Fall...

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  4. ...und es ist anders gekommen als ich geplant hatte. Ob ich nun damit klar komme oder nicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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  5. Klingt so, als hättest du jetzt wirklich die Kontrolle über die Situation übernommen. Das ist doch toll - lass' dich nicht mehr einschüchtern oder provozieren (ich weiß natürlich, das sagt sich immer so leicht).Wer sich ganz offenkundig nicht mehr fürchtet, der ist eben auch kein gutes Opfer mehr!

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Vielen Dank für deinen Kommentar.
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